1.1.3 Ösophagusvarizen

Ösophagusvarizen sind Krampfadern der Speiseröhre. Sie sind häufige Folgen einer Leberzirrhose. Ösophagusvarizen entstehen, wenn sich durch eine Leberzirrhose der Blutfluss durch die Leber aufgestaut hat und dadurch der Blutdruck in den Venen erhöht wird. Ösophagusvarizen können zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Die dünne Haut der Varizen kann reißen und Blut kann auf diesem Weg in die Speiseröhre und daraufhin in den Magen gelangen. Der Magen füllt sich so mit Blut. Das Blut verfärbt sich dunkel und wird meist nachdem sich der Magen gefüllt hat erbrochen. Der Betroffene kann ohnmächtig werden und auch verbluten (Caselitz 1998). Auftretende Blutungen können nur von einem Notarzt bzw. auf der Intensivstation behandelt werden. Bei Bewusstlosigkeit der betroffenen Person ist die stabile Seitenlage wichtig. Ein schnell abgesetzter Notruf ist die einzig wirksame Maßnahme in einem Notfall. Deshalb ist es für Betreuer wichtig zu wissen, welche betreuten Personen von Ösophagusvarizen betroffen sind, um in einem Notfall schnell reagieren zu können.