2.2.1.4 Selbstbestimmung

Selbstbestimmung ist die Fähigkeit und das Recht, das eigene Leben bewusst zu gestalten. Sie setzt Selbstachtung, Selbstbewusstsein, aber auch Ressourcen im materiellen Bereich voraus. Die Selbstbestimmung des eigenen Lebens wird begünstigt oder behindert von Gesetzten, gesellschaftlichen Normen und Erwartungen oder dem direkten sozialen Umfeld. Sie wird aber auch bestimmt von der Einstellung zu sich selbst und der Fähigkeit zu wissen was man selber eigentlich will. Bei der Förderung von Selbstbestimmung müssen sich Pädagogen mit der Lebenswirklichkeit der Korsakowkranken und den Möglichkeiten und Beschränkungen der Selbstbestimmung auseinandersetzten und entdecken, welchen pädagogischen Beitrag sie zur Erweiterung der Selbstbestimmung beitragen können. Hierbei bewegen sich Pädagogen in den festen Regeln der gerichtlich festgelegten Betreuung, als auch in den Regeln der zuständigen Einrichtungen, sowie in den eigenen Ermessensspielräumen der pädagogischen Arbeit. Innerhalb dieser Grenzen gilt es Selbstbestimmung zu trainieren, zu fördern, zu fordern und entsprechende Handlungsräume zu gestalten.