3.3 Auseinandersetzung mit der Suchterkrankung

Die Arbeit an der eigenen Sucht beginnt bei vielen Korsakowkranken mit der Krankheitseinsicht. Dabei spielt die Amnesie eine große Rolle, da sie vielen Korsakowkranken die Erinnerung an ihre intensive Trinkzeit nimmt und so die Überzeugung bleibt: „So viel habe ich doch gar nicht getrunken“ (Hingsammer 2002). Die Einsicht suchtkrank zu sein, ist für viele Korsakowkranke der erste Schritt in der Auseinandersetzung mit ihrer Suchterkrankung. Diese Einsicht ist eng verknüpft mit einer Biografiearbeit, in der alle Lebensabschnitte, auch die des Trinkens, verarbeitet werden können. Erleichternd wirkt das gemeinsame Besprechen und Verstehen von Betroffenen in einer Gruppe. Insbesondere Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker helfen, die eigene Suchterkrankung anzunehmen und zu lernen, mit dieser Krankheit zu leben. Da in den vorigen Kapiteln bereits über die Klientenzentrierte Gesprächsführung geschrieben wurde, geht dieses Kapitel nicht weiter auf diese Psychotherapie in Einzel- und Gruppengesprächen ein.