3.4.4.1 Internale Strategien

So genannte internale Strategien versuchen eine größere Merkfähigkeit für Informationen herzustellen, indem die Informationen visuell oder verbal verknüpft werden. Visuell kann eine Information mit einer bestimmen Vorstellung oder einem Gegenstand verknüpft werden. Eine verbale Strategie ist die laute Wiederholung einer Information oder auch der Versuch, Informationen zu rhythmisieren.

  • Beispiele:
  • Visuelle Verknüpfung
    Die Verknüpfung des Stadtnamens Köln mit dem Bild eines Doms.
  • Verbale Verknüpfung
    Die mehrfache Wiederholung eines Namens: Klaus - Klaus – Klaus
    Das Sprechen einer Vokabel in Silben: Con-cen-tra-tion

Die bekannteste internale Strategie ist, das intensive und systematische Beschäftigen mit einer Information wie einem Text und wird häufig pauschal als „Lernen“ bezeichnet. Internale Strategien versuchen eine Information durch eine Verknüpfung, umgangssprachlich auch „Eselsbrücke“ genannt, nachdrücklicher abzuspeichern. Verbessert wird die Merkfähigkeit dadurch, dass eine Information mehrfach codiert abgespeichert wird. Das bedeutet, dass die Information unter mehreren Schlüsselwörtern oder Bildern abgespeichert wird. Die Wirksamkeit solcher Strategien ist wissenschaftlich für Menschen mit und ohne Gehirnschädigung bewiesen (Thöne 2002 S.296). Eine Untersuchung speziell mit Korsakowkranken existiert jedoch nicht. Außerdem steht auch bei internalen Strategien die Praktikabilität für den Alltag in Frage. Internale Strategien erfordern zusätzliche kognitive Ressourcen und verlangen mehr Aufwand und Zeit, die in Alltagssituationen häufig nicht vorhanden ist.