3.4.4.3 Spaced Retrival

Die Gedächtnisstrategie Spaced Retrival ist abgeleitet von der internalen Strategie des Wiederholens. Bei dieser Methode soll die zu lernende Information (z.B. ein Name) in immer größer werdenden Abständen wiederholt werden. Die Zeitabstände werden von einem äußeren Reiz, beispielsweise einer blinkenden Lampe, angezeigt. Die äußere Aufforderung zur Wiederholung der Information entlastet den Betreuten. Die größer werdenden Wiederholungsintervalle führen zu einer besseren Merkfähigkeit der Information als gleich- bleibende Wiederholungsintervalle (Fridriksson 2005). Alltagsfähig ist diese Gedächtnisstrategie, aufgrund ihres Aufwands, nur sehr eingeschränkt. Allerdings ist es möglich, einzelne wichtige Handlungen, wie beispielsweise die Nutzung eines Anrufbeantworters, durch Spaced Retrival zu erlernen (Thivierge 2008). Einschränkend ist, dass bereits die Änderung in der Menüführung bei einem Anrufbeantworter die erlernten Fähigkeiten unbrauchbar macht. Deshalb gilt auch hier, dass die gelernten Informationen, wie bei den folgenden beiden Gedächtnisstrategien, unflexibel und nicht in andere Situationen übertragbar sind (Bishara & Jacoby 2008).