3.5.1 Ergotherapie

Ergotherapie bezeichnet Beschäftigungs- und Arbeitstherapie. Sie findet Anwendung in der Behandlung von Störungen der Motorik, der Sinnesorgane und der geistigen und psychischen Fähigkeiten. In der Ergotherapie wird Arbeit selbst als ein therapeutisches Verfahren angesehen und es werden Einzelleistungen trainiert, die zur Arbeitsfähigkeit führen können. Dabei sollen soweit wie möglich die geistigen, psychischen und körperlichen Fähigkeiten wiederhergestellt, erhalten oder kompensiert werden, um auf ein selbständiges Leben und Arbeiten vorzubereiten. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Verbesserung bzw. Wiedergewinnung gestörter oder verloren gegangener Fähigkeiten, wie Ausdauer, Konzentration, Kommunikation, Kooperation, Selbsteinschätzung, Zeiteinteilung, Grob- und Feinmotorik gelegt (Pschyrembel 258.Auflage S.457). Für Korsakowkranke bietet die Ergotherapie, neben den genannten Trainingsfeldern, ein Hirnleistungstraining, mit welchem die Konzentration und auch die Gedächtnisfunktion trainiert werden können. Die Ergotherapie wird von Ergotherapeuten angeleitet und ist als ein medizinisches Heilmittel anerkannt. Sie kann damit von Ärzten verschrieben werden. Ergotherapie kann beim Wiedereinstieg in ein geregeltes Arbeitsleben helfen. Sie kann aber auch zur dauerhaften Beschäftigung in einem geschützten Arbeitsbereich (Behindertenwerkstätten) genutzt werden.