3.6.2 Mobilität und Polyneuropathien

Grund für Polyneuropathien sind abgestorbene oder beschädigte Nervenenden. In Bezug zur Mobilitätseinschränkung sind dies die Nervenenden in Füßen und Beinen. Daraus resultieren häufig ein verändertes Gangbild und die Schwierigkeit, das Gleichgewicht zu halten. Polyneuropathien können sich allerdings auch durch Muskelschwäche in den Beinen äußern. Besonders häufig treten diese Muskelschwächen in den Waden auf. Dies hat die verminderte Dauer- und Gesamtbelastbarkeit der Beine zur Folge. Das veränderte Gangbild, wie auch die Muskelschwäche, führen zu einer Einschränkung in der Mobilität. Ein hoher Schweregrad der Schädigung macht die Fortbewegung grundsätzlich nur mit Hilfsmitteln möglich. Für manche Betroffene ist die Bewegung im Freien, ohne die ständige Möglichkeit sich an etwas festzuhalten, nicht ohne Hilfsmittel zu bewältigen. Wieder andere benötigen nur auf längeren Strecken Hilfsmittel oder längere Pausen. Jede Einschränkung der Mobilität stellt auch eine Einschränkung der Selbständigkeit und Unabhängigkeit dar. Diese Einschränkung lässt sich durch Training und Hilfsmittel kompensieren oder vermindern.