3.6.2.2 Mobilitätshilfsmittel

Hilfsmittel dienen zur Kompensation der Mobilitätseinschränkung durch Polyneuropathien. Sie können helfen trotz der erworbenen Einschränkungen unabhängig und selbständig zu leben. Das Kompensationsmittel im häuslichen Bereich sind barrierefreie Wohnräume. Ausgestattet werden sollten Wohnräume oder Fördereinrichtungen, je nach individueller Beeinträchtigung, mit Haltepunkten im Badezimmer, Handläufen in Flurbereichen und an anderen kritischen Stellen. Im Innen- und Außenbereich sind die geläufigsten Hilfsmittel Gehilfen, Unterarmstützen, Rollatoren und Rollstühle. Bei der Wahl eines Hilfsmittels ist nach Möglichkeit die Festlegung auf eine bestimmte Form zu vermeiden. Hilfsmittel, die die Unabhängigkeit in der Mobilität erweitern sollen, können bei Polyneuropathien häufig nach Situation und Bedürfnis ausgewählt werden. Für längere Wege und Ausflüge oder bei schwierigen Wettergegebenheiten können Rollstühle und Rollatoren nützlich sein. Bei guten Wetterbedingungen oder Aktivitäten im Haus kann eventuell auf Hilfsmittel verzichtet werden oder Unterarmstützen sind ausreichend. Insbesondere mit Blick auf eine mögliche Entwicklung sollte die zu frühe Festlegung auf ein Hilfsmittel vermieden werden. Gerade zu Beginn sind Betroffene häufig auf Hilfsmittel angewiesen, können aber bei einer günstigen Entwicklung später auf das Hilfsmittel verzichten. Eine zu starke Festlegung auf ein Hilfsmittel könnte der Entwicklung im Wege stehen.