3.7.4 Fazit zu den Tests

Tests zum Einschätzen des Intelligenzniveaus, zur Stärke und Art von Gedächtnisdefiziten können nützliche Informationen zur Beurteilung eines Betreuten bieten und bei der Planung von pädagogischen Maßnahmen helfen. Als Verlaufskontrolle bieten sie die Möglichkeit, empirisch „objektive“ Daten zu den subjektiven Beobachtungen der Betreuer hinzuzufügen. Durch bekannte Normwerte lassen sich Gedächtnisdefizite besser mit nicht beeinträchtigten Gedächtnisleistungen vergleichen. Dies kann besonders dann ein Vorteil sein, wenn durch selektive Wahrnehmung der Betreuer die Gedächtnisdefizite stärker wahrgenommen werden und eine unrealistisch hohe Norm als Grundlage der Bewertung herangezogen wird. Deutschle gibt als Erfahrungswerte aus ihrer Tätigkeit den WIP, den SKT, den ZVT, den BAT und Persönlichkeitstests als nützlich an (Deutschle 1998 S.96). Testresultate sollten aber nicht als Diagnose oder eine Art Festlegung verstanden werden, sondern nur als zusätzliche Information und als weitere Betrachtungsweise. Tests sind nützlich für einen weiteren und objektiv vergleichbaren Blickwinkel, in Hinblick auf die Krankheit und die Rehabilitationsentwicklung. Sie dürfen aber nicht als einzige Bewertung von Fähigkeiten und Fortschritten gesehen werden. Insbesondere über die Fähigkeiten, die im alltäglichen Leben gebraucht werden, können diese Tests geringe Aussagen machen.